Urbane Mobilität

URBANE MOBILITÄT

Der Verkehr ist einer der Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen. Insbesondere der Pkw-Verkehr spielt hier eine unrühmliche Rolle. Seit 1990 ist im Verkehrssektor eine Zunahme von 74,4 % zu verzeichnen – zulasten unserer Umwelt, unserer Gesundheit, unserer Lebensgrundlage. Gerade im urbanen Bereich gilt es hier, die Weichen in Richtung nachhaltiger Mobilität zu stellen. In einer Stadt wie Graz, die noch dazu ein signifikantes Feinstaubproblem aufweist, ist die Bedeutung eines Umdenkens in der Verkehrspolitik von noch größerer Bedeutung.

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DER PKW IST KEIN FAHRZEUG…

…sondern ein Stehzeug. Das durchschnittliche Auto steht 23h pro Tag – in dieser Zeit verbraucht es Platz, der beispielsweise für 8-10 Fahrräder reicht, auf dem Bäume wachsen oder Kinder spielen können. Noch dazu wird signifikant viel Platz im öffentlichen Raum nur für AutobesitzerInnen reserviert – Gleichberechtigung ist das keine. Dazu gehören auch die Parkplätze: dies ist öffentlicher Raum, der exklusiv AutofahrerInnen zur Verfügung steht.

INTERNATIONALER VERGLEICH

Dieser geht in eine eindeutige Richtung. Oft wird kolportiert, Graz sei ja nicht wie … (beliebige europäische Stadt einsetzen). Aber Städte aller Größenordnungen und Topographien zeigen den Weg – sei es die 30er-Beschränkung in Spanien, die de facto autofreie Neugestaltung der Innenstadt in Laibach oder Florenz, der autofreie Sonntag in Bogota, die Superblocks von Barcelona.
Graz ist eine Stadt, in der es kaum Steigungen gibt, noch dazu sind die Distanzen äußerst kurz – auf gut steirisch, es ist angerichtet! Was es braucht, ist eine Portion Mut – man muss endlich den Weg gehen, den öffentlichen Raum gerecht zu verteilen.

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IST RADFAHREN GESUND – UND WAS IST MIT DER WIRTSCHAFT?

Ich wette, dass du folgenden Wert nicht kennst: Jeder gefahrene Kilometer am Rad spart im Schnitt 38 Cent in unserem Sozialsystem! Damit ist Radfahren nicht nur klimafreundlich, sondern spart pures Geld. Es gibt einen Grund, warum in skandinavischen Ländern deutlich mehr „gesunde“ Lebensjahre gelebt werden – dieser ist, dass dort wesentlich mehr Wert auf eine aktive Bevölkerung gelegt wird. Also, unterm Strich: Radfahren spart Geld und hält uns länger fit!

Und weil wir gerade von Zahlen reden: in Utrecht werden 60% der Fahrten in die Stadt mit dem Fahrrad erledigt. SECHZIG PROZENT. Warum? Weil es schöne, breite Radwege und perfekte Abstellmöglichkeiten gibt, weil der öffentliche Raum mit mehr Fairness verteilt wurde. So funktioniert moderne Mobilität!

Ein Satz zur Wirtschaft: Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die sowohl Radfahrenden als auch zu Fuß Gehenden eine höhere Besuchsfrequenz und mehr Geld pro Einkauf attestieren.

ÖFFIS

Was bewegt mich dazu, mein Auto stehenzulassen? Ein gut getaktetes, den Anforderungen der Menschen angepasstes öffentliches Verkehrsnetz. Und das bereits in der Peripherie – man soll gar nicht erst auf die Idee kommen, das Auto zu nehmen, weil die Vorteile mit den Öffis überwiegen! Eine U-Bahn in Graz ist abgesehen von den enorm hohen Kosten keine Lösung – da sie nicht über die Stadtgrenzen hinausdenkt, wobei jeder zweite Pkw bei uns von dort kommt. Wir brauchen schon aus den umliegenden Gemeinden die Möglichkeit, direkt in die Grazer Innenstadt zu kommen – das ist gut für die Menschen, gut für die Luftqualität, gut für die Wirtschaft!

FAZIT – UND WARUM JUDITH SCHWENTNER DIE RICHTIGE FÜR GRAZ IST

Die wichtigste Zutat für eine moderne Verkehrspolitik ist Mut – Mut, die Wahrheit anzusprechen, Mut, die Zahlen auf den Tisch zu legen, Mut, neue Wege zu gehen. Mut, nach Europa zu schauen und zu sehen, was möglich ist.
Danach in Graz zu suchen war – auch in der letzten Gemeinderatsperiode – vergebliche Liebesmühe.

Mit Judith Schwentner kommt das Versprechen, an eine Stadt für Menschen, nicht für Autos, zu denken. Das Auto hat für manche Fahrten durchaus seine Berechtigung – aber wir wissen, wieviele Fahrten alleine, ohne Gepäck und für sehr kurze Distanzen mit dem Pkw erledigt werden, und da kann man – im Sinne von uns allen – einen moderneren Weg gehen, von dem wir alle profitieren.

Seien es die 17 Grüne Meilen, sei es die Priorisierung nachhaltiger Verkehrsmittel, sei es das „In-den-Mittelpunkt-stellen“ der Grazer Bevölkerung:

Das kann man am 26. September wählen!